Theologisches Seminar St. Chrischona

Home>Weitere Angebote

tsc intensiv

#72296

Was ist das tsc intensiv?

"tsc intensiv“ ist eine spezielle theologische Woche für die Studenten des Theologischen Seminars St. Chrischona. Sie findet jeweils im Frühling am tsc auf St. Chrischona statt. Ziel ist es, dass die Studierenden sich in ein aktuelles Thema vertiefen können.

Ist das tsc intensiv nur für Studierende?

Das tsc intensiv ist nicht nur für Studierende. Die Themen der Woche sind immer auch für andere Personen interessant. Aus diesem Grund haben wir das tsc intensiv bewusst auch für Nicht-Studenten geöffnet. Interessierte Gäste sind also herzlich willkommen.

Wann findet das nächste tsc intensiv statt?

Das nächste tsc intensiv findet von Mo. 13. bis Fr. 17. Februar 2012 statt.

#84255


Vergangene tsc-intensiv-Woche

«... den Armen und Elenden die frohe B(r)otschaft bringen! – Die Armut als theologische und gesellschaftliche Herausforderung », so lautete das Thema der tsc intensiv-Woche vom 11.-15. April auf St. Chrischona. Neben den beiden erwähnten Referenten sprachen tsc-Dozent Dr. Eckhard Hagedorn und der Schweizer Pfarrer Dr. Jürg Luchsinger über «Armut aus theologischer Perspektive». In Workshops wurde das Thema vertieft. Die Referenten äusserten sich auch an einem von Direktor Markus Müller geleiteten Podiumsgespräch.

Das sagen Studenten über das Thema bei tsc-intensiv:

Hanna Lederer, 4. Jahrgang BATh:
„Ich finde es schwierig so direkt nach der Woche konkret etwas zu sagen. Ich bin sehr unvorbereitet in die Woche gegangen, ohne größere Erwartungen, und war dann aber überrascht, wie Gott zu mir geredet und meine Berufung bestätigt hat. So kurz vor dem Ende des Studiums bleibt allerdings leider keine Zeit, um intensiver persönlich die Inhalte zu reflektieren. Was ich sehe ist, dass die tsc-intensiv-Woche eine Entwicklung genommen hat und zum ersten Mal fand ich das Programm der Woche wirklich stimmig. Es ist zu spüren, dass es der Leitung des tsc am Herzen liegt die Studenten in dieser Woche zu verwöhnen und ihnen eine Horizonterweiterung zu ermöglichen. Diese Woche über Armut konkret lebte von authentischen Menschen, die persönlich ehrlich wurden.“



Naemi Wolfschläger, tsc Jahreskurs:
Naemi Wolfschläger, tsc Jahreskurs: „Es war super, dass die tsc-intensiv-Woche so entspannt war und man sich gleichzeitig auf ein Thema konzentrieren konnte. Armut konkret fand ich ein sinnvolles Thema, da wir dafür neu sensibilisiert werden müssen und ich hoffe, dass es für alle nicht ein einmaliges sich damit Beschäftigen war, sondern dass weitere konkrete Schritte gegangen werden. Besonders gut war es auch, von Personen aus vielschichtigen Perspektiven konkrete Angebote aufgezeigt zu bekommen, wie wir in unseren Ländern vor Ort aktiv werden können. Spannend ist das Thema sicher besonders auch für die Gemeinden, denn es wäre wichtig, dass wir dort nicht nur von Nächstenliebe reden, sondern konkret raus gehen zu den Menschen und Nächstenliebe auf die verschiedensten konkreten und kreativen Arten und Weisen leben. Ich möchte viel mehr auch über die innere Armut der Menschen nachdenken. Es reicht nicht, dann man einfach nur Hartz IV verteilt, wir sollten auch z.B. auf die Einsamkeit und Zerbrochenheit der Menschen eingehen.“


Matthias Rupp, 1. Jahrgang BATh:
„Ich fand es sehr interessant das Thema Armut sowohl aus theologischer, als auch von soziologischer und ökonomischer Perspektive zu betrachten. Mir ist neu bewusst geworden, dass wir den Menschen Würde geben und sie eingliedern müssen. Sie sollen spüren, dass sie gebraucht sind. So eine Woche ist immer motivierend, sie gibt einem einen guten Überblick und viele Ideen und man möchte am liebsten sofort etwas machen, aber die Frage bleibt: Wo ist mein Platz in dem Ganzen? Wo sieht Gott mich? Soll ich mich sofort bei allen Organisationen anmelden? Muss das überhaupt sein? Gerade auch für nach dem Studium auf St.Chrischona ist die Frage natürlich wichtig. Konkret wird meine Gemeinde bald umziehen und ich frage mich, wie man dort vielleicht etwas von der Woche umsetzen könnte.“



Anita Spöhel, 3. Jahrgang BACE:
„Die tsc-intensiv-Woche fordert mich persönlich sehr heraus: Zum einen weckt sie in mir ganz neu ein Anliegen und eine Hoffnung, gleichzeitig spüre ich aber auch die Grenzen und eine gewisse Machtlosigkeit. Es ist nicht einfach, mit dem Leid dieser Welt konfrontiert eine „Reich Gottes – Perspektive“ zu behalten und daraus sinnvolle Konsequenzen zu ziehen, was eben mehr bedeutet als zur Beruhigung des eigenen Gewissens Max Havelaar Bananen zu kaufen. Ein Gedanke, der mir von der Woche bleibt, ist der, dass wir den Armen auf Augenhöhe begegnen und ihnen „einen Namen geben“ sollen. Es geht darum „1:1-Beziehungen“ einzugehen. Die bleibende Frage dabei ist, wie das konkret in meinem Leben aussehen kann; gerade auch im nächsten Jahr nach Chrischona.“



Tobias Mack, 1. Jahrgang BATh:
„Ich finde es extrem cool, dass das Thema Armut behandelt wurde. Vor der Woche war es noch etwas schwammig für mich, durch die Woche wurde ich sensibilisiert und konnte mir ein Stück weit eine Meinung bilden. Ich musste mit Erschrecken feststellen, wie viel da in Gemeinden falsch läuft, wie egoistisch ich selbst oft bin und dass wir Christen eine große Verantwortung an dieser Stelle haben. Wir müssen unseren Blick von uns selbst weg und in Nächstenliebe auf die Menschen richten. Der Stopp-Armut-Kurs ist da z.B. eine gute erste Grundlage. Nun stellt sich mir die Frage, was ich konkret tun kann, insbesondere auch schon in den nächsten vier Jahren auf St.Chrischona. An dieser Frage möchte ich dranbleiben. Ich bin davon überzeugt, dass wenn ich etwas gebe, wenn durch mich Menschen geholfen wird, dass Gott dies dann auch zurück gibt.“