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#46914

Visionstexte der Pilgermission St. Chrischona

«Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden ‘Bäume der Gerechtigkeit‘, ‘Pflanzung des Herrn‘, ihm zum Preise.» (Jesaja 61,1-3)

«Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.» (1. Petrus 2,9)

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Wir möchten Sie ermutigen, sich diesen Visionstexten auszusetzen und Erfahrungen damit zu machen. Berichten
Sie uns von Ihren Erfahrungen, kommen Sie mit uns ins Gespräch über die Vision der Pilgermission.

#46916
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Vision  >  Inflation der Leitbilder
Beiträge
19.09.2008 10:57

Frank

Inflation der Leitbilder
Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin nicht gegen die neue Vision des Chrischonawerkes. Im Gegenteil! Ich halte eine gemeinsame "Vision" für existenziell nötig, um effektiv und gemeinsam unterwegs sein zu können. Die Bibel selbst sagt (Spr 29): "Ohne Vision verwildert ein Volk".

Nun schule ich seit vielen Jahren Führungskräfte und Manager im Bereich der Mitarbeiterführung - in verschiedenen Unternehmen und Akademien. Ein Themenblock beschäftigt sich mit der Führung über gemeinsame Ziele, Visionen und "Träume". In diesem Zusammenhang habe ich mich mit der Frage beschäftigt, warum viele "Visionen" scheitern (bzw. in Unternehmen nur ein kurzes Strohfeuer sind) und letztlich nicht bei den Mitarbeitern an der Basis ankommen und verinnerlicht werden. Fünf Hauptgründe haben sich bei meiner Untersuchung herauskristallisiert.

Einen will ich an dieser Stelle nennen:
Visionen und Leitbilder scheitern, wenn sie nicht ausdauernd genug verfolgt werden.

"Werksphilosophie", "Leitbild 2005" - jetzt "Chrischona-Vision". Ich kenne die (manchmal feinen) Unterschiede zwischen "Philosophie", "Leitbild" und "Vision" - für Ihre Leute aber wird das vermutlich alles eines sein. Und die sagen sich: "Jetzt schon wieder was Neues - wo doch das Alte weder ausreichend angekommen noch nachhaltig oder effektiv verfolgt wurde. Warum auf einen Zug aufspringen, der in ein paar Jahren doch wieder nur im Nirgendwo endet?"

Das ist die grosse Krux an dieser Geschichte, lieber Herr Müller, liebes Leitungsteam. Das "Entwerfen" (oder sich schenken lassen) von Visionen und Leitbildern ist eines, das Vermitteln (das ist mehr als kommunizieren) etwas anderes - und das dann leben, wirklich leben und erfolgreich tun, noch mal etwas ganz anderes.

Mose hat 40 Jahre über das Land gesprochen, in dem Milch und Honig fliesst. Vierzig Jahre!!
Dann hatten sie das verheissene Land erreicht ... - nach vierzig Jahren - aber lange noch nicht eingenommen, wie Jos 18,3 belegt. Auch das hat noch mal viele viele Jahre gedauert.

Meine Frage also: Wie lange wollen Sie dieses mal dranbleiben an der "Vision"? So lange wie an der "Werksphilosophie" oder am "Leitbild 2005"? Beide sind aus meiner Sicht allzu früh verstorben ohne dass sie je ihre Kraft entfalten konnten ...

Liebe Grüsse
Frank
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