Wäre der Brand nur wenige Minuten später entdeckt worden, hätte es schlimm enden können. Denn die Eben-Ezer-Halle besteht zum grössten Teil aus Holz. Bis die Berufsfeuerwehr eingetroffen war, hatten die Studenten der Chrischona-Feuerwehr das Feuer im Untergeschoss des Gebäudes schon gelöscht. Das Feuer war zum Glück noch nicht auf die Holzkonstruktion darüber übergesprungen.
Damit blieb die Pilgermission zum zweiten Mal seit eineinhalb Jahren vor einem Grossbrand verschont. Im Juni 2008 konnte ein Brand in der Alten Landwirtschaft noch rechtzeitig gelöscht werden. Damals wie heute geht die Kriminalpolizei von Brandstiftung aus. Der Brand in der Eben-Ezer-Halle ist der mittlerweile 51 Fall einer Brandstifter-Serie im Raum Riehen.
Die Eben-Ezer-Halle war 1890 zum 50. Jubiläum der Pilgermission erbaut worden. Sie war Festhalle für die jährlichen Konferenzen und Feiern – bis zur Eröffnung des Chrischona-Zentrums im Jahr 1991. Im Untergeschoss wohnten bis 1992 Seminaristen. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wird nur noch sporadisch genutzt.