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Nachrichten 2009

#57130
Nachrichten Einträge: Newsarchiv2009
Sonntag, 10. Mai 2009

Schnelle Beine, begeisterte Herzen

Sponsorenlauf: 23.000 Franken fürs Theologische Seminar

Vollen Einsatz fürs Theologische Seminar zeigten am 2. Mai die 28 Läufer und Läuferinnen beim ersten Sponsorenlauf auf St. Chrischona. Studenten, Dozenten, Mitarbeiter, sogar der Direktor und einige Kinder gingen an den Start der 1650 Meter langen Strecke um den Chrischonaberg. Selbst der einsetzende Regen schmälerte die Laufbereitschaft nicht. In einer Stunde liefen sie 181 Runden, der schnellste Läufer schaffte zehn. Gemeinsam haben sie 23.000 Schweizer Franken „erlaufen“. Das Geld kommt der Weiterbildung der Dozenten und einem neuen Aufenthaltsraum der Studenten zu Gute.

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Von Dorothea Gebauer

Christian Stricker, Chrischona-Prediger in Amriswil, gab den Anstoss zum Sponsorenlauf zugunsten des Theologischen Seminars St. Chrischona. Er ist von seiner ehemaligen Ausbildungsstätte so überzeugt, dass er sich für sie stark machen will. „Ich halte das tsc für eine der besten Ausbildungsstätten schweizweit,“ sagt er. „Die muss man unterstützen, damit sie nicht in finanzielle Engpässe gerät.“ Aufregend fand er, zu erleben, was passiert, wenn man fest an eine Idee glaubt und diese weitergibt. „Plötzlich regten sich viele Teilchen, plötzlich machten viele mit.“ Sein Ziel war es, nicht primär die Fundraiser Profis im Werk, sondern die Basis dazu zu gewinnen, Unterstützung für das Studium zu generieren. Dabei war es gar nicht so wichtig, sportlich zu sein: „Es sind nicht nur die schnellen Beine, es sind die begeisterten Herzen, die wir brauchen!“ so Stricker. Und er verdanke dem Berg einfach sehr viel. Das wolle er zurückgeben.

Komm, renn` mit!

Zwar ist der hohe Geldbetrag ein Riesenerfolg, genauso erfolgreich wertet das Studententeam um Coleiter David von Känel die Erfahrung des Miteinanders. Das WIR Gefühl, das nach innen entsteht, der „Spirit“ der sich entzündet, wenn man einander sagt: „Komm, renn doch auch mit!“ Jan Erich Loos, 8jähriger Sohn des Dozenten Andreas Loos ist ebenfalls stolz: 500 Schweizer Franken hat er für den Arbeitsplatz seines Papas erwirtschaftet. Darüber hinaus genoss das Studententeam, die Fäden überall hin, in Gemeinden weit über den Chrischona Tellerrand zu spinnen. „Tsc Interessierte und Faszinierte gibt es nicht nur in unseren Kreisen, sondern überall,“ so ihre Entdeckung.

Verantwortung übernehmen, nicht nur fordern

Für Patrick Schneider, Student im zweiten Jahr war ganz klar, dass er einen Beitrag leisten will. Da, wo man gerade ist, da übernimmt man Verantwortung. „Wir reden im Philosophiekurs viel über Mündigkeit. Mündiges Handeln heisst für mich nicht, dauernd zu fordern, sondern auch was geben.“ In seinem privaten Freundeskreis und seiner Heimatgemeinde, der FMG Bern ist er auf 34 Sponsoren gestossen und hat einen riesen Batzen Geld eingefahren.

Über Studiengebühren wird etwa die Hälfte des Studiums auf St. Chrischona abgedeckt. Der Rest wird wird von Gemeinden, Verbänden, Individuen getragen. Derzeit studieren am Theologischen Seminar 125 Studenten und Studentinnen aus sechs Nationen.