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Herzlich Willkommen zur KGE

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Bei der KGE 2012 erwartet Sie

  • ein Woche Urlaub und Freizeit mit geistlichem Tiefgang
  • tägliche Bibelarbeiten
  • inspirierende Seminare
  • spannende Referenten: Dr. Andreas Loos und Christina Brudereck. Mehr >
  • vielseitige Freizeitangebote
  • Erholung und Entspannung jenseits des Alltags
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So beschreiben Teilnehmer die KGE:

  • "Die beste Woche des Jahres"
  • "Nach der KGE bin ich jeweils in jeder Hinsicht seht beschenkt - Begegnungen, Bewegung, Impulse, Freude an Gott - und kann diese Woche nur emprehlen."
  • "Da kann man Gemeinschaft mit alten und neuen Freunden haben."
  • "Ein guter Platz, um inne zu halten und sich neu auszurichten."
  • "Eine christliche Konferenz mit einem sehr guten und wertvollen Programm für Kinder und Teens."
  • "Perfekte Ferien für Leib, Seele und Geist. Die KGE ist ein auf alle Arten reich gedeckter Tisch."
  • "Chrischona ist für mich ein Segensort. Ich komme gerne wieder!"



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Montag, 8. August 2011

Entdeckungen auf St. Chrischona

240 Gäste genossen die Konferenz für geistliche Erneuerung 2011

Viel zu entdecken gab es an der Konferenz für geistliche Erneuerung (KGE) 2011. Aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich waren die rund 240 Teilnehmer - darunter 50 Kinder und Jugendliche - angereist, um hier auf dem erholsamen Chrischona-Berg eine Freizeitwoche mit geistlichem Tiefgang zu verbringen. «Neu entdeckt» – so lautete das Motto dieser traditionsreichen Freizeitwoche, veranstaltet von der Pilgermission St. Chrischona. In täglichen Bibelstudien nahmen die Referenten – der Tübinger Theologie-Professor Hans Joachim Eckstein, die Schweizer Theologin Monika Riwar und Dr. Eckhard Hagedorn, Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona – die Teilnehmer mit auf eine Entdeckungsreise zu den Wurzeln des christlichen Glaubens.

Neu entdeckt: Glaube, Liebe und Hoffnung

Eine Neuentdeckung des Glaubens nach Hans Joachim Eckstein: «Wir sind Menschen, nicht Gott». Als Christen würden wir Gott in unserer Frömmigkeit manchmal klein machen. Doch Glauben bedeute in erster Linie: vertrauen und sich beschenken lassen. «Das fällt uns Menschen schwer, sind wir doch lieber ‘Macher’», so Eckstein. So fällt es manchmal schwer zu begreifen, dass wir «Gerechtigkeit» nicht selbst erlangen können. Und: Gottes Gerechtigkeit ist keine richtende Gerechtig-keit, sondern eine schenkende Gerechtigkeit. «Rechtfertigung meint, dass Gott meine Gerechtigkeit herstellt, nicht feststellt», betonte Eckstein. Wir Christen hätten manchmal eine Art «Mischkalkula-tion»: Wenn ich Christ werde, wird meine Schuldenuhr auf Null gedreht, und ab jetzt wird gezählt. Dieser Gedanke setzt unter Druck, das hat Hans Joachim Eckstein in seinem Leben selbst erlebt. Bis er begriffen habe, dass es nicht darauf ankomme, als Christ etwas zu leisten, vor Gott «gerecht zu werden», sondern sich von Gottes Gnade und Liebe beschenken zu lassen, jeden Tag neu. Klingt befreiend und einfach – und fällt uns Menschen doch so schwer. «Wenn wir doch nur entdecken und begreifen könnten, dass Gott uns vollkommen liebt, wie wir sind, bedingungslos», sagte Eckstein.

Neben dem Glauben und der Liebe galt es, die christliche Hoffnung neu zu entdecken und von den ersten Christen zu lernen. Sie lebten von ihrer «anlaufenden Geschichte», erklärte Eckstein, also «mit Blick auf die Geschichte, die mit Christus angelaufen ist und einmal vollendet wird». Die Hoffnung auf den Himmel nahm Pfarrerin Monika Riwar in einer Betrachtung des Psalms 84 auf, einem «Sehnsuchtslied», in dem der Beter einen inneren und äusseren Pilgerweg beschreibt hin zu den «Wohnungen Gottes». Seit Jesu Tod und Auferstehung ist die christliche Hoffnung jedoch nicht eine Hoffnung auf den Himmel als die «ferne Heimat». «Es ist die Hoffnung auf einen Him-mel, den wir zwar noch nicht sehen, der aber schon in uns ist – mit Gott in Christus in uns», sagte Riwar.

Neu entdeckt: Gott für die Gemeinde danken – ein Paulus-Prinzip

Glaube, Liebe, Hoffnungen – das sind Neu-Entdeckungen, die durchaus begeistern. Die Bibelstudie von Dr. Eckhard Hagedorn war überschrieben: Neu entdeckt: Gemeinde – was uns begeistert. «Für manche vielleicht überraschend», sagt der tsc-Dozent, «ist Gemeinde doch wie Speck: ziemlich durchwachsen». Paulus habe einen Fachausdruck für Gemeindearbeit: «Mühe». Und trotzdem be-ginnt er jeden seiner Briefe – bis auf eine Ausnahme, die allerdings die Regel nur bestätige – damit, dass er für die Gemeinde dankt. Auch wenn er im weiteren Verlauf der Briefe nicht nur Lob für die Gemeinde übrig hat, sondern mitunter Ermahnungen und Besorgnis folgen. «Paulus dankt, ohne die Wirklichkeit auszublenden», erläutert Hagedorn. Paulus dankt, weil er bei der Gründung der Gemeinde gesehen hat, wie Gott am Werk ist. Gott hat seinen Dank verdient bevor er weiter schreibt. Hagedorn: «Er freut sich nicht erst, wenn alles fertig oder perfekt ist. Er freut sich an den kleinen Dingen und hat seine Brüder und Schwestern richtig gern».

Stimmen von Teilnehmern

Die Konferenz für geistliche Erneuerung macht ihrem Namen jedes Jahr wieder alle Ehre. Die Teilnehmer nehmen für sie wichtige Impulse mit in ihren Alltag. Für manche ist diese Woche eine «geistliche Oasenzeit», eine Ferienwoche, bei der man mal wieder so richtig Auftanken kann. «Ich bin mir neu bewusst geworden, wie unbeschreiblich und unermesslich gross Gottes Liebe zu mir ist», sagte ein Teilnehmer am Ende der Woche. Eine andere Teilnehmerin sagte: «Vieles, was wir eigentlich wissen (müssten), ist während der KGE neu aufgetaucht». Die Gemeinschaft an der KGE ist auch was Besonders. «Toll finde ich die bedingungslose Gemeinschaft untereinander, egal aus welcher Gemeinde oder aus welchem Land man kommt», sagte ein KGE-Gast.

1.-August-Feier: Schweizer feiern gemeinsam mit Deutschen und Österreichern

Zur KGE dazu gehört jedes Jahr auch die 1.-August-Feier. Wohl einmalig dabei ist, dass die Schweizer ihren Nationalfeiertag gemeinsam mit den deutschen und österreichischen Gästen feiern. Schweizer und Nicht-Schweizer feiern gemeinsam, stimmen ein in den Schweizerpsalm und beten für die Schweiz und die Welt. Die Gemeinschaft unter Christen kennt keine Grenzen. Chrischona ist jedes Jahr am 1. August – und nicht nur an diesem Tag – ein Ort, an dem dies eindrücklich gelebt wird.

Viel zu entdecken gab es für die Teilnehmer auch in zahlreichen Seminaren, beim vielfältigen Freizeitangebot, bei kreativen oder sportlichen Aktivitäten, in Gesprächen oder beim Spaziergang auf dem Gebetsweg durch den Wald. Und wie jedes Jahr erlebten die Kinder und Jugendlichen im Kinder-Ferienlager und Teenie-Zeltlager ihr eigenes, spannendes Programm, das Studenten des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) auf die Beine stellten.

Im nächsten Jahr findet die KGE vom 28. Juli bis 4. August 2012 statt. Dann unter dem Motto: "Scheitern erlaubt. Bei Gott brauchst Du kein Held zu sein".