Von Dr. Markus Müller
Umgang mit unterschiedlicher, auch biblischer Erkenntnis
An der Strategie- und Schulungskonferenz im November 2005 und im Dozentenkollegium vom 15.3.2006 schien uns, dass biblische Erkenntnis neben der Person Jesus und der Bibel immer eine dreifache Quelle hat: Das biblische Wissen, das gemeinschaftliche Überprüfen und die Bewährung in der persönlichen Nachfolge. Die Mitte ist und bleibt Jesus und sein Wort. (siehe Grafik; auch nachzulesen im Chrischona-Panorama 2-2006):
Auswahl und Betonung bestimmter biblischer Aussagen unterliegen immer auch einer subjektiven Gewichtung. Erkenntnis ist Stückwerk. Sie kommt gemeinsam mit "allen Heiligen" zustande (Epheser 3,17-19). Alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis liegen in Christus verborgen (Kolosser 2,3).
Im Laufe des Jahres 2007 hat uns Gott in besonderer Weise die beiden Bibeltexte Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9 anvertraut. Sie enthalten ein Bild, an denen sich unsere Gemeinden und unser Werk auszurichten versucht. Es schien, dass sie uns eine grosse Hilfe auch bei sehr herausfordernden Themen sein könnten.
Jesaja 61,1-3: Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, daß ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, daß sie genannt werden "Bäume der Gerechtigkeit", "Pflanzung des Herrn", ihm zum Preise.
1. Petrus 2,9: Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.
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