CIF

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Warum CIF?

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Eines Tages wurde Claude Schmutz, damals Manager auf höchster Ebene bei der Firma Hofmann-LaRoche, bewusst, dass er nie von seiner Gemeinde ausgesandt worden war. Sein Gemeindeleiter René Winkler dachte nicht im Traum daran, dass dies ein Bedürfnis sein könnte oder er hier und mit Claude für seine Arbeit hätte beten sollen. Obwohl René ein missionarisches Herz hat und Mission ihm ein grosses Anliegen ist, war ihm nicht bewusst, dass er einen Missionar in seiner Gemeinde hat, den er für seinen Auftrag im Management eines Industrieunternehmens hätte begleiten und unterstützen können.

Ein Dilemma, das die beiden irgendwann ehrlich reflektieren (siehe Interview Panorama), mit dem sie jedoch gewiss keine Ausnahme bilden. Dass man Berufsleute als Missionare in den je eigenen Berufsalltag entsenden und die Arbeitswelt wieder als Raum sehen, in der die Herrschaft Gottes führend aufgerichtet werden kann, ist nicht nur für Chrischona Gemeinden ein Problem. Gemeinden leben häufig in einer Art evangelikaler Gnostik, spalten auf in weltliche Arbeit hier (Beruf), geistliches Leben dort (Gemeinde). Häufig verlassen Führungskräfte aus Geschäfts- oder akademischer Welt die Gemeinden und suchen sich anderswo Nahrung. Ihre Integration und erneute Bindung an die Ortsgemeinde könnte aber für das kommende Jahrzehnt überlebenswichtig sein.

Das motivierte ein Team der Pilgermission dazu, sich dieses Auftrags wieder anzunehmen und den Schulterschluss zwischen Gemeindeleitung und Führungskraft aus unterschiedlichsten Berufsgruppen neu zu initiieren. Führungsverantwortung ist Führungsverantwortung, egal, in welchem Arbeitsbereich. Deshalb schien für das Team folgerichtig, dass Führungskräfte aus Bildung, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik mit ihrem Gemeindeleiter/Gemeindeleitungsteam gemeinsam zu einer Konferenz eingeladen werden.

Dr. Markus Müller
Direktor Pilgermission St. Chrischona